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SEO & Performance

Google-Unternehmensprofil einrichten: Anleitung für lokale Unternehmen

Google-Unternehmensprofil einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung für lokale Unternehmen – von Kategorie und Servicegebiet bis zu Fotos und Bewertungen.

  • 16. September 2026
  • 4 Min. Lesezeit

Wer nach „Elektriker Eberswalde“ oder „Friseur in der Nähe“ sucht, sieht bei Google meist zuerst eine Karte mit drei Einträgen – noch vor den normalen Suchergebnissen. Diese Einträge stammen nicht von Websites, sondern aus dem Google-Unternehmensprofil, früher „Google My Business“. Für lokale Unternehmen ist es deshalb eines der wichtigsten und gleichzeitig günstigsten Werkzeuge überhaupt: Das Profil ist kostenlos.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie Ihr Profil einrichten, was in ein vollständiges Profil gehört und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Wovon die Platzierung in der Karte abhängt

Google nennt für lokale Ergebnisse drei Faktoren: Relevanz, also wie gut ein Profil zur Suchanfrage passt, Entfernung zwischen Suchendem und Unternehmen und Bekanntheit, zu der unter anderem Bewertungen und Erwähnungen im Netz beitragen. Die Entfernung können Sie nicht beeinflussen – Relevanz und Bekanntheit dagegen sehr wohl. Genau dafür ist ein vollständiges, gepflegtes Profil die Grundlage.

Schritt 1: Profil anlegen und Grunddaten eintragen

Das Profil legen Sie mit einem Google-Konto über die Google-Unternehmensprofil-Verwaltung an oder direkt in Google Maps über „Unternehmen hinzufügen“. Prüfen Sie vorher, ob es bereits einen Eintrag für Ihr Unternehmen gibt – dann beantragen Sie den Zugriff, statt ein zweites Profil anzulegen.

  • Name: genau so, wie Ihr Unternehmen im Alltag heißt – ohne zusätzliche Suchbegriffe wie „Webdesign Eberswalde“. Solche Zusätze verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperrung führen.
  • Kategorie: Die Hauptkategorie gehört zu den wichtigsten Faktoren für die Relevanz. Wählen Sie die genaueste passende Kategorie und ergänzen Sie bei Bedarf weitere.
  • Adresse oder Servicegebiet: Empfangen Sie Kunden vor Ort, tragen Sie die Adresse ein. Fahren Sie zu Ihren Kunden, können Sie die Adresse ausblenden und stattdessen ein Servicegebiet mit Orten wie Bad Freienwalde oder Bernau angeben. Postfächer oder virtuelle Büros sind als Adresse nicht erlaubt.
  • Telefonnummer und Website: Die Website-Adresse sollte auf die passende Seite führen – meist die Startseite oder eine Seite zum jeweiligen Standort.

Schritt 2: Bestätigen

Bevor das Profil vollständig sichtbar ist, muss Google bestätigen, dass Sie das Unternehmen tatsächlich führen. Je nach Fall geschieht das per Video, Telefon, SMS, E-Mail oder Postkarte – welche Methode angeboten wird, entscheidet Google. Bei der Videobestätigung filmen Sie zum Beispiel Ihr Firmenschild, Ihre Werkstatt oder Ihr Fahrzeug mit Beschriftung. Planen Sie dafür etwas Zeit ein; die Prüfung kann einige Tage dauern.

Schritt 3: Das Profil vollständig ausfüllen

Ein bestätigtes Profil ist erst der Anfang. Je vollständiger es ist, desto besser kann Google es passenden Suchanfragen zuordnen – und desto eher entscheiden sich Interessenten für Sie. Diese Angaben gehören dazu:

  • Öffnungszeiten, inklusive abweichender Zeiten an Feiertagen und in Betriebsferien
  • Leistungen oder Produkte mit kurzen, verständlichen Beschreibungen
  • Eine Unternehmensbeschreibung mit bis zu 750 Zeichen: was Sie anbieten, für wen und wo – sachlich, ohne Werbesprüche und Links
  • Eigene Fotos: Logo, Titelbild, Team, Räume, Fahrzeuge und Arbeitsbeispiele. Echte Bilder wirken glaubwürdiger als Stockfotos.
  • Merkmale wie Barrierefreiheit des Eingangs oder Zahlungsarten, sofern für Ihre Branche verfügbar

Schritt 4: Bewertungen sammeln und beantworten

Bewertungen sind für viele Interessenten das wichtigste Entscheidungskriterium – und sie fließen in die Bekanntheit ein. Bitten Sie zufriedene Kunden aktiv darum, am besten direkt nach Abschluss eines Auftrags. In der Profilverwaltung finden Sie dafür einen Link, den Sie per E-Mail, auf der Rechnung oder als QR-Code weitergeben können.

Beantworten Sie jede Bewertung, auch kritische: sachlich, freundlich und mit Angebot zur Klärung. Das zeigt künftigen Kunden, dass Sie Rückmeldungen ernst nehmen. Tabu sind gekaufte Bewertungen, Belohnungen für Bewertungen und das gezielte Ansprechen nur der zufriedenen Kunden – das widerspricht den Google-Richtlinien und kann zur Löschung von Bewertungen oder zur Sperrung führen.

Schritt 5: Aktiv bleiben

Ein Profil, das einmal angelegt und dann vergessen wird, verliert an Wirkung. Halten Sie Öffnungszeiten aktuell, ergänzen Sie neue Fotos und nutzen Sie die Möglichkeit, Neuigkeiten, Angebote oder Veranstaltungen als Beitrag zu veröffentlichen. In der Statistik des Profils sehen Sie, wie viele Menschen Ihr Profil gesehen, angerufen oder eine Route geplant haben.

Häufige Fehler

Diese Punkte sehen wir in der Praxis immer wieder – und sie lassen sich leicht vermeiden:

  • Doppelte Profile für dasselbe Unternehmen, etwa nach einem Umzug oder Inhaberwechsel
  • Name, Adresse und Telefonnummer weichen von Website, Impressum und Branchenverzeichnissen ab
  • Eine falsche oder zu allgemeine Hauptkategorie
  • Veraltete Öffnungszeiten – besonders ärgerlich, wenn Kunden vor verschlossener Tür stehen
  • Unbeantwortete Bewertungen und Fragen

Profil und Website arbeiten zusammen

Das Unternehmensprofil ersetzt keine Website, es ergänzt sie. Viele Interessenten klicken vom Profil auf Ihre Website, bevor sie anrufen – und die meisten tun das auf dem Smartphone. Lädt die Seite langsam oder findet man die Telefonnummer nicht, geht der Kontakt verloren. Warum Ladezeit gerade für lokale Unternehmen zählt, erklären wir im Beitrag Ladezeit und lokale Sichtbarkeit.

Umgekehrt stärkt eine gute Website das Profil: Stimmen Name, Adresse und Leistungen überein und beschreibt die Website Ihre Leistungen und Ihre Region ausführlich, kann Google beides besser zuordnen. Wie Ihre Website technisch dasteht, zeigt unser kostenloser Website-Check.

Fazit

Ein vollständiges, gepflegtes Google-Unternehmensprofil ist für lokale Unternehmen der schnellste Weg zu mehr Sichtbarkeit – und kostet nur etwas Zeit. Die richtige Kategorie, vollständige Angaben, echte Fotos und regelmäßige Bewertungen machen den Unterschied. Wenn Sie Unterstützung bei Profil, Website oder lokaler Sichtbarkeit möchten, finden Sie unser Angebot unter Marketing.

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Adrian Schmidt, Webentwickler aus Eberswalde

Geschrieben von

Adrian Schmidt

Inhaber von Waldstadt Digital · Webentwickler seit 2010

Seit 2010 entwickle ich Websites – von der Konzeption bis zur technischen Umsetzung. Im Blog schreibe ich über das, was im Projektalltag mit Unternehmen aus Eberswalde und dem Barnim wirklich zählt.